Biologische Tiermedizin:

Unter dem Begriff biologische Tiermedizin werden mehrere regulationsmedizinische Therapieverfahren für Tiere zusammengefasst. Dazu gehören unter anderen die Homotoxikologie, die Phytotherapie und die Organotherapie. Diesen drei Behandlungsmethoden der biologischen Tiermedizin ist das Bestreben gemeinsam, die individuelle Lebensenergie des Patienten zu unterstützen.

Homöopathie und Akupunktur sind keine Teilbereiche der biologischen Tiermedizin, wohl aber der Regulationsmedizin. Auch sie assistieren den Erkrankten bei ihrer körpereigenen Selbstregulation. Regulationsmedizin hilft dem Organismus, sich selbst zu heilen.

Homotoxikologie:

Die Homotoxikologie ist sowohl eine Krankheits- als auch Therapielehre.
Sie geht davon aus, dass alle Krankheiten als biologisch sinnvolle Abwehrvorgänge oder Kompensationsprozesse gegen Homotoxine zu verstehen sind. Homotoxine sind von außen oder auch von innen auf das Lebewesen einwirkende Schadstoffe oder Belastungsfaktoren.
In der homotoxikologischen Therapie wird die Eigenregulation des Abwehrsystems stimuliert, so dass die angefallenen Homotoxine im betroffenen Individuum neutralisiert oder entgiftet werden können.

Die Therapie erfolgt mit homöopathischen Arzneimitteln, insbesondere Kombinationspräparaten, wobei der Arzneimittelfundus gegenüber dem der klassischen Homöopathie erweitert ist. Der Arzt Dr. Hans-Heinrich Reckeweg (1905 – 1985) entwickelte die Homotoxikologie aus der klassischen Homöopathie. Sie findet in der Tiermedizin breite Anwendung.

Phytotherapie:

Die Phytotherapie arbeitet mit Arzneimitteln pflanzlichen Ursprungs, die nach entsprechenden Arzneibuchvorgaben hergestellt werden. Phytotherapeutika werden sowohl als Begleitmedikation als auch als alleiniges Therapiemittel bei akuten und chronischen Erkrankungen eingesetzt. Insbesondere in der nebenwirkungsarmen Langzeitmedikation nicht nur bei älteren Tieren schließt die Behandlung mit Pflanzenarzneimitteln therapeutische Lücken. Diese Medikamente werden denselben pharmakologischen, toxikologischen und klinischen Prüfverfahren unterzogen wie chemisch definierte Arzneimittel.

Organotherapie:

Die Organotherapie umfasst die Organextrakttherapie, die Frischzellentherapie und die zytoplasmatische Therapie. Sie arbeitet mit Organ- oder Gewebeextrakten, mit Frischzellen und Frischzellpräparaten sowie mit Organlysaten aus gesunden, tierischen Organen von speziellen und kontrollierten Spendertieren. Diese Organgewebe, die mehrere oder auch alle Gewebskomponenten eines Organs enthalten, sind homöopathisch aufbereitet.

Alle drei Therapieformen können immunologische Dysbalancen und geschädigte Stoffwechselvorgänge beheben. Behandlungsdauer und Applikationshäufigkeit sind von der jeweiligen Erkrankung abhängig. Bei chronischen Erkrankungen kann eine längere Behandlungsdauer (mehrere Monate oder auch Jahre) von Nöten sein.